Sunday Inspiration #Soulful Parenting

„Wenn wir einen langen Tag hatten, dann sollten wir mit uns und unseren Kindern extra geduldig sein. An so einem Tag muss es abends vielleicht nicht die selbst gemachte Pizza mit lustigen Gemüsegesichtern sein ,tun es nicht auch die Gemüsebratlinge aus der Tiefkühlpackung?

Wenn das Kind früh aufstehen muss und sich nicht anziehen mag, darf es sich vielleicht einfach abends schon mit frischen Sachen ins Bett legen, sodass es morgens nur noch Hose und Pulli überstreifen muss. Das Leben ist stressig genug, machen wir es uns einfach.“ Aber wie:

Wir müssen KEINE perfekten Eltern sein. UND was noch entscheidender ist:

Wir müssen KEINE perfekten Kinder erziehen.

Die Kinder kippen vor Wut die Legokiste aus und weigern sich vehement, sie wieder einzuräumen? Sie ziehen ihre Geschwister an den Haaren und wollen sich nicht entschuldigen? Sie verweigern frische Unterwäsche, Haarekämmen oder Händewaschen?

Wissen Sie was? Es macht nichts! Wir müssen das nicht sofort in Ordnung bringen, wir müssen nicht sofort Maßnahmen ergreifen und wir müssen uns auch nicht sofort durchsetzen. Wenn es jetzt gerade nicht klappt, haben nämlich WEDER wir versagt noch die Kinder. Die Kinder sind weder verzogen noch unmöglich und wir müssen uns auch keine Sorgen machen.

Die Kinder sind Kinder. Sie haben viele Jahre Zeit, um alles zu lernen. Wir können uns also in aller Ruhe einen Tee eingießen und erst mal abwarten, was passiert. Wir können in einem ruhigen Moment noch mal gemeinsam losziehen und das Lego einräumen, wir können später drüber sprechen, wie es zum Haareziehen gekommen ist, und ja, wir können das Kind heute Abend auch mal mit schwarzen Fußsohlen und nicht gemachten Hausaufgaben ins Bett lassen. Morgen, wenn alle wieder frisch und ruhig sind, können wir nochmals darauf zurückkommen.

Da wir Eltern so oft im „Alarmmodus“ (aufgrund unserer hohen Stesslevels und des Auswirkungen auf unsere vegetatives Nervensystem) sind, erscheinen uns viele Verhaltensweisen der Kinder als Bedrohung, die wir jetzt sofort eindämmen müssen. Es hilft sich klarzumachen, dass die Kinder nicht „daneben“ sind, wenn sie nicht „funktionieren“. Sie sind Kinder. Sie LERNEN. Sie müssen auch mal Gegendruck geben und sehen, dass die Erwachsenen auch dann gelassen bleiben. Die haben ein Recht zu sagen: „Ich will das nicht“.

Das heißt nicht, dass die Kinder die Regeln in der Familie bestimmen, Es bedeutet nur, dass wir uns entspannen können und wissen: Auch dieses Kind wird es lernen. Vielleicht nicht heute, nicht morgen, aber es wird es lernen. Wir bleiben sanft und freundlich an dem Thema dran. […]

Wenn uns das bewusst wird, können wir lernen, in den Wogen des Alltags der Fels in der Brandung zu sein. Denn es ist ja in der Regel nichts Dringendes oder Schlimmes passiert. Wenn ein Kind auf die Straße rennt, müssen wir es natürlich sofort stoppen. Aber wenn ein Kind wütend aus dem Zimmer läuft und die Tür zuknallt, können wir uns in aller Ruhe hinsetzen und erst mal nachdenken.

Wir sehen: Viele Stressauslöser kommen von innen – und die haben wir in der Hand. WIR müssen NICHT perfekt sein. […] Wir sind VÖLLIG OKAY, so wie wir sind. Und die sturen, türknallenden Kinder auch“. (Nicola Schmidt, Erziehen ohne Schimpfen, S. 55)

Damit ich nicht vergesse, dass unsere eigene, selbst gefundene Definition von Familienleben wichtiger ist als Kommentare, Hinweise, Ratschläge, Anforderungen, Erwartungen von Außen, hängt bei uns dieser Spruch.

Ich wünsche Dir eine bewusste, langsame Woche um wahrnehmen zu können, was Du für Dich und Deine Familie anpassen magst. #SELBSTBESTIMMT und EIGENVERANTWORTLICH LEBEN

2 Kommentare zu „Sunday Inspiration #Soulful Parenting

  1. Vielen Dank für deine inspirierenden, schönen Worte! Immer wieder begleiten sie mich die ganze Woche, tragen mich ein Stück durch meinen Alltag!

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