Sunday Inspiration

Als Mama achtsam und authentisch sein, bedeutet für mich zu allererst, achtsam mit mir zu sein und authentisch meine Gefühle, Bedürfnisse und Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Und dazu braucht es Mut. Denn achtsam mit mir zu sein, meint vor allem mir in meinen „unrunden“ Phasen wertschätzend und fürsorglich zu begegnen. Mich auch dann einfühlsam, wertfrei und bedingungslos zu lieben, wenn ich so ganz anders bin, als ich es mir wünsche. Mut braucht es authentisch meine Bedürfnisse und Gefühle zu äußern – auch dann wenn sie auf Widerstand, Ablehnung oder Kritik stoßen. Vor allem aber braucht es die Sicherheit in einer Beziehung – sowohl zwischen Eltern und Kindern, als auch zwischen Mann und Frau – sich authentisch zeigen zu dürfen und sich eigenverantwortlich und achtsam um die eigenen Bedürfnisse kümmern zu dürfen.

… Aber lasst Raum zwischen euch.
Und lasst die Winde des Himmels zwischen euch tanzen.
Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel:
Lasst sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seele sein.
Füllt einander den Becher, aber trinkt nicht aus einem Becher.
Gebt einander von eurem Brot, aber esst nicht vom selben Laib.
Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich,
aber lasst jeden von euch allein sein.
So wie die Saiten einer Laute allein sind und doch von derselben Musik erzittern.
Gebt eure Herzen, aber nicht in des anderen Obhut.
Denn nur die Hand des Lebens kann eure Herzen umfassen.
Und steht zusammen, doch nicht zu nah:
Denn die Säulen des Tempels stehen für sich,
Und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten der anderen.

Khalil Gibran, Der Prophet

Was für die Liebe zwischen zwei Menschen gilt, muss auch für die Liebe in einer Familie und für die Liebe zu unseren Kindern gelten.

Herzensgrüße zu Dir und eine wundervolle Woche!


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