Wir sind, was wir immer wieder Tun…?!

Der einzige Weg langfristig glücklich und erfüllt zu sein, besteht darin, im Einklang mit unseren Werten zu leben. Wenn wir es schaffen, unser Leben nach unseren höchsten Werten auszurichten, dann werden wir Freude und Erfüllung finden. Dann brauchen wir keine Ersatzbefriedigungen, die uns kurzfristig ausfüllen. Wir müssen uns nicht betäuben, da wir Emotionen und Gefühle als Bereicherung erleben. Wir müssen uns nicht exzessiv dem Konsum hingeben, da wir täglich erfahren, dass das Leben an sich schon reich ist. In der Theorie wissen das auch alle. In der Theorie stimmen wir dem auch vorbehaltlos zu. Was ist nun das Problem? Was hindert uns, dies tatsächlich auch umzusetzen?

Die wenigsten von uns haben in ihrer Kindheit die Bedeutung des klaren Wissens, um die eigene Wertvorstellung vermittelt bekommen. Es gab unzählige gesellschaftliche Normen. Wir waren konfrontiert mit den Werten unserer Eltern, die aufgrund deren Biografie entstanden sind. Spätestens im Kindergarten kamen wir mit den vorherrschenden sozialen Werten der jeweiligen Kindergartengruppe in Kontakt. Die Liste lässt sich endlos weiterführen.

Somit sind unsere täglichen Entscheidungen von diesen Wertvorstellungen geprägt. Von Wertvorstellung, die wir in den allermeisten Fällen nicht selbst aufgestellt haben.

Machen wir ein kleines Experiment:

Nimm Dir Papier und Stift. Stell Deinen Timer auf 1 Minute. Bereit?

Liste innerhalb von 60 Sekunden die 10 wichtigsten Werte in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für Dich auf! Los!

59, 58, 57 … 3, 2, 1!

Und wie ist es Dir gegangen?

Wie viele Werte hast Du auf Deinem Zettel? Wie weit bist Du mit der Reihenfolge gekommen?

Nach welchen Kriterien hast Du die Werte gewählt, die Dir langfristig die tiefsten emotionalen Bedürfnisse befriedigen?

Ich wette, nur einer von zehntausend Menschen ist dazu auf Anhieb in der Lage.

Das Blöde, das wirklich Blöde ist aber, dass wir im Alltag unsere Entscheidungen entweder unbewusst oder unter Zeitdruck treffen. Wenn wir aber keine Klarheit über unsere Werte haben, können wir keine bewussten Entscheidungen treffen, die mit unseren Werten im Einklang sind. Mit anderen Worten: Wir müssen unsere Werte kennen, um in Übereinstimmung mit diesen leben zu können.

Unser Alltag ist um so vieles einfacher, wenn wir unseren selbstdefinierten Wertekompass bewusst einsetzen. So können wir klare und vor allem authentische Entscheidungen treffen. Entscheidungen in Deinem beruflichen Alltag (z.B. Welche Tätigkeit hat Priorität?), Entscheidungen im Erziehungsalltag (z.B. Welche Grenzen setze ich wann?), Entscheidungen im Beziehungsalltag (z.B. Wie teile We- time und Me- Time im Alltag auf?), Entscheidungen im Umgang mit Dir selbst (Wann nehme ich mir Zeit für mich?).

Was sind nun Werte?

Wenn Du etwas wertschätzt, dann misst Du dieser Sache eine Bedeutung bei. Alles, was Du für wichtig hältst, kann als Wert gelten. Eine ganze Menge, oder? Hier ein kleine Ordnungsversuch:

Es gibt zwei Arten von Werten

Solche die Dein Ziel bzw. den Zustand, den Du anstreben willst, darstellen

und

solche, die Deine Zwischenziele beschreiben.

Als Beispiel:

Auf die Frage: „Was schätzt Du in Deinem Leben?“- wäre eine Antwort vielleicht: „Liebe, Familie und Geld“. Liebe wäre der Zustand, der angestrebt wird, Familie und Geld sind die Zwischenziele, die einen emotionalen Zustand auslösen, den man sich tatsächlich wünscht. Denn auf die Frage: „Was gibt Dir Familie?“, könnte die Antwort: „Liebe, Sicherheit und Glück“ sein. Also sind Liebe, Sicherheit und Glück das Ziel, das eigentlich verfolgt wird.

Die Schwierigkeit für uns alle ist, dass wir oft den Unterschied zwischen dem angestrebten Zustand und den Zwischenzielen nicht klar wahrnehmen. Viele sind auf die kurzfristigen Ziele fixiert und verlieren ihre wahren Wünsche aus den Augen. Aber nur die wahren Wünsche, beinhalten das Gefühl von Erfüllung und Glück. Immer dann wenn wir ein Ziel erreicht haben und danach in uns die Frage „War das jetzt alles?“ auftaucht, haben wir fälschlicherweise ein Zwischenziel für das große Ziel gehalten. Das ist nichts Negatives, sondern lediglich eine Information, die uns Klarheit bringt.

SehnsuchtsWerte und VermeidungsWerte und der daraus resultierende Konflikt

Wir alle streben nach einem positiven emotionalen Zustand. Gleichzeitig schätzen wir manche Emotionen mehr als andere und jeder Mensch bewertet diese emotionalen Zustände anders. Liebe oder Erfolg? Freiheit oder menschliche Nähe? Abenteuer oder Sicherheit? Daraus ergibt sich eine unterschiedliche Reihung von sogenannten SehnsuchtsWerten. Diese wiederum, bestimmen wie wir Entscheidungen treffen.

Dem gegenüber stehen Vermeidungswerte. Damit sind Emotionen gemeint, die wird durch unsere Handlungen versuchen zu vermeiden. (Zum Beispiel Zurückweisung). Neben all der Unklarheit, die wir in Bezug auf unsere Werte haben, gibt es auch noch die Dynamik zu berücksichtigen, die durch unsere Sehnsuchts und VermeidungsWerte entsteht.

Zum Beispiel: Wenn mein oberster SehnsuchtsWert Erfolg ist und ich gleichzeitig Ablehnung um jeden Preis vermeiden will, dann befinde ich mich mitten in meinem persönlichen Wertekonflikt. Ich kann nicht erfolgreich sein, ohne jemals Ablehnung zu riskieren. Hier beginnt die oft unbewusste Selbstsabotage. Denn wir alle sind meist bereit mehr dafür zu tun, um einen bestimmten Schmerz zu vermeiden, als um Freude zu gewinnen. Mein Verhalten wird also mehr davon gepärgt sein, Ablehnung zu vermeiden, als mutig für meinen Erfolg zu handeln. Erst wenn wir unsere persönlichen Wertekonflikte aufdecken, können wir uns gezielter ausrichten.

Wenn wir unsere Werte ändern, können wir unser Leben ändern.

Du willst Deine Sehnsuchts- und VermeidungsWerte kennenlernen und Deinen Wertekonflikt aufdecken? Dann melde Dich sehr gerne bei meinem Newsletter an und erhalte als Dankeschön die Lebensdesign-Map Werte (Über 100 Lebenswerte, 8 wichtige Vermeidungswerte, Kompass für deine 4 wichtigsten Werte, 5 hilfreiche Fragen, um Deinen inneren Wertekonflikt aufzudecken.

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