Die Sprache, die Natur und wir

„Ich habe nie einen Unterschied gemacht zwischen Menschen und Natur. Ganz egal, ob Natur nun ein Vogel ist, eine Landschaft, ein Wetter, ein Klima. Ich rede mit der Natur, sie redet mit mir. In der Natur rede ich mit allem, was mich umgibt. Nicht im übertragenen Sinn. Ich rede wirklich. Jeder, der lange allein in der Natur war, gewöhnt sich das an. […] Mit der Natur kann man reden. Ich kann mit der Natur reden. Ich weiß nicht, ob sie mich versteht. Aber ich rede ja auch mit Menschen und weiß nicht, ob sie mich verstehen.“

(vgl. Seite 30, „ Spielplatz der Helden“, Köhlmeier Michael, dtv Verlag, 2017)

Aus Michael Köhlmeier´s „Spielplatz der Helden“, der in diesem Roman eine „eindrucksvolle Parabel unserer Gegenwart“ zeichnet. Es ist der Roman einer spektakulären Grönlandexpedition, in der drei Südtiroler erstmals zu Fuß und ohne Versorgung das grönländische Inlandeis durchqueren – hilflos zerstritten, schweigend und feindselig. (Klappentext)

Der Roman beruht auf einer wahren Geschichte: 1983 unternahm der Südtiroler Extremsportler Robert Peroni gemeinsam mit Pepi Schrott und Wolfgang Thomasetz eine Expedition. Sie durchquerten das grönländische Inlandeis auf einer Strecke von rund 1000 km Luftlinie. Von dieser Expedition drang erstaunlicherweise so gut wie nichts an die Öffentlichkeit. Robert Peroni lebt in Grönland und setzt sich für die Inuit und deren Bedürfnisse ein.

Ein Kommentar zu „Die Sprache, die Natur und wir

Kommentar verfassen